Sao (Mond)

Sao (Mond)

Neptun XI (Sao)
Vorläufige oder systematische Bezeichnung S/2002 N 2
Zentralkörper Neptun
Eigenschaften des Orbits
Große Halbachse 22.182.010 km
Periapsis 19.054.600 km
Apoapsis 25.309.430 km
Exzentrizität 0,1409888
Bahnneigung zum Äquator des Zentralkörpers 65,22°
Bahnneigung zur Ekliptik 52,85491°
Umlaufzeit 2905,69 d
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 0,55 km/s
Physikalische Eigenschaften
Albedo ≈ 0,16
Scheinbare Helligkeit 25,4 mag
Mittlerer Durchmesser ≈ 44 km
Masse ≈ 8,9920 · 1016 kg
Mittlere Dichte ≈ 1,5 g/cm³
Fallbeschleunigung an der Oberfläche ≈ 0,010 m/s²
Entdeckung
Entdecker

Matthew J. Holman et al.

Datum der Entdeckung 14. August 2002

Sao (auch Neptun XI) ist der viertäußerste Mond des Planeten Neptun. Er zählt zu Neptuns prograden irregulären Monden.

Entdeckung und Benennung

Sao wurde am 14. August 2002 durch ein Team bestehend aus Matthew J. Holman, John J. Kavelaars, Tommy Grav, Brett J. Gladman, Wesley C. Fraser, Dan Milisavljevic, Philip D. Nicholson, Joseph A. Burns, Valerio Carruba, Jean-Marc Petit, Philippe Rousselot, Oliver Mousis, Brian G. Marsden und Robert A. Jacobson auf Aufnahmen vom 14. August bis zum 4. September 2002 sowie vom 10. August 2001 zusammen mit Halimede und Laomedeia entdeckt. Die Aufnahmen wurden durch das 4.0-Meter Blanco Teleskop am Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile sowie dem 3.6-Meter Canada-France-Hawaii Telescope in Hawaii angefertigt. Mehrere Aufnahmen wurden digital kombiniert, bis die Monde im Gegensatz zu den strichförmigen Sternen punktförmig erschienen. Die Entdeckung wurde am 13. Januar 2003 bekannt gegeben; der Mond erhielt zunächst die vorläufige Bezeichnung S/2002 N 2.

Am 3. Februar 2007 wurde der Mond dann nach Sao (griechisch für „die Rettende“), einer der etwa 50 Nereiden Meeresnymphen aus der griechischen Mythologie benannt. Sie sind die schönen Töchter des weisen Greises Nereus, dem Prophetie und ständige Verwandlung nachgesagt wurden, und seiner Gemahlin, der Okeanide Doris. Sao wurde mit dem Segeln assoziiert.

Bahneigenschaften

Einordnung in die irregulären Monde

Sao umkreist Neptun auf einer prograden, elliptischen Bahn zwischen 19.054.600 und 25.309.430 km Abstand zu dessen Zentrum (Große Bahnhalbachse 22.182.010 beziehungsweise 895,736 Neptunradien). Die Bahnexzentrizität beträgt 0,1409888, die Bahn ist 65,22° gegenüber dem Äquator des Neptuns geneigt. Der Mond befindet sich in einer sogenannten Kozai-Bahnresonanz, was bedeutet, dass seine Bahnneigung und Exzentrizität aneinander gekoppelt sind (Die Bahnneigung nimmt ab, wenn sich die Exzentrizität erhöht, und umgekehrt). Es ist daher anzunehmen, dass diese Parameter variabel sind, da die Exzentrizität auch mit 0,2931, die Bahnneigung (gegenüber der Ekliptik) mit 48,511° und die Große Bahnhalbachse zwischen 22,228 und 22,422 Millionen km angegeben wird.

Die Umlaufbahn des nächstinneren Mondes Halimede ist im Mittel etwa 5,6 Millionen km von Saos Orbit entfernt, die Entfernung der Bahn des nächstäußeren Mondes Laomedeia beträgt im Mittel etwa 1,3 Millionen km.

Sao umläuft Neptun in rund 2.905 Tagen 15 Stunden und 22 Minuten beziehungsweise rund 7,961 Erdjahren, also länger als die vier inneren Planeten, der Zwergplanet Ceres und der Großteil der Asteroiden des Hauptgürtels um die Sonne benötigen.

Physikalische Eigenschaften

Sao hat einen Durchmesser von geschätzten 44 km, beruhend auf dem für sie angenommenen Rückstrahlvermögen von 16 %. Die Oberfläche ist damit relativ dunkel. Ihre Dichte wird auf 1,5 g/cm3 geschätzt. Damit dürfte der Mond zum überwiegenden Teil aus Wassereis zusammengesetzt sein.

Es wird angenommen, dass der Mond ein eingefangener Asteroid ist.

Erforschung

Aufgrund der großen Distanz zu Neptun und der schwachen Helligkeit von 25,4 mag, die 1:12000000 gegenüber dem Zentralplaneten beträgt, wurde Sao beim Vorbeiflug von Voyager 2 1989 nicht gefunden. Seit der Entdeckung 2002 konnte Sao nur durch erdgebundene Teleskope beobachtet werden und dabei ihre Bahnelemente und ihre Helligkeit bestimmt werden.

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