Edward George Gibson

Edward George Gibson

Edward Gibson
Edward Gibson
Land (Organisation): USA (NASA)
Datum der Auswahl: 28. Juni 1965
(4. NASA-Gruppe)
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 16. November 1973
Landung letzter Raumflug: 8. Februar 1974
Gesamtdauer: 84d 1h 15m
EVA-Einsätze: 3
EVA-Gesamtdauer: 15h 21m
Ausgeschieden: 1. November 1982
Raumflüge

Edward George Gibson (* 8. November 1936 in Buffalo, Bundesstaat New York, USA) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Astronaut. Gibson studierte Ingenieurwesen und erhielt in diesem Fach 1959 einen Bachelor von der University of Rochester, 1960 einen Master und 1964 eine Promotion, beide vom California Institute of Technology. Außerdem erhielt er 1974 die Ehrendoktorwürde sowohl von der University of Rochester als auch vom Wagner College in New York.

Astronautentätigkeit

Im Juni 1965 wurde Gibson von der NASA als Wissenschaftsastronaut ausgewählt. Er absolvierte anschließend ein 53-wöchiges Flugtraining auf der Williams Air Force Base in Arizona.

Er war Mitglied der Unterstützungsmannschaften und Verbindungssprecher für die Apollo-12-Mondmission. Er war auch an der Entwicklung der Skylab-Raumstation beteiligt. Als Teil seiner Vorbereitung für das Skylab-Programm studierte Gibson Solarphysik und schrieb dabei das Buch The Quiet Sun, welches noch heute ein Referenz-Handbuch für die Sonnenphysik ist.

Am 16. November 1973 startete Gibson als Wissenschaftspilot der Skylab-4-Mission zum dritten und letzten bemannten Flug zur Skylab-Raumstation. Bei diesem bis dahin längsten Raumflug wurde er von Kommandant Gerald Carr und dem Piloten William Pogue begleitet. Sie führten zahlreiche Experimente und umfangreiche Erd- und Sonnenbeobachtungen durch. Bei drei Außenbordeinsätzen verbrachte Gibson insgesamt über 15 Stunden außerhalb der Raumstation. Nach 84 Tagen landete Skylab 4 wieder am 8. Februar 1974 auf der Erde. Der von Gibson und seinen Mannschaftskameraden aufgestellte Rekord hielt vier Jahre.

Im Dezember 1974 schied Gibson aus der NASA aus, um die Forschung an den Skylab-Daten zur Sonnenbeobachtung bei der Aerospace Corporation in Los Angeles weiterzubetreiben. Ab März 1976 war er für ein Jahr Berater bei der ERNO Raumfahrttechnik GmbH in Deutschland. Im März 1977 kehrte er ins Astronautenbüro der NASA zurück und arbeitete dort im Bereich der Auswahl und der Ausbildung der Astronautenbewerber.

Nach der NASA

Im Oktober 1990 startete er seine eigene Beratungsfirma, Gibson International Corp., arbeitete bei Booz Allen Hamilton und TRW sowie als Präsident des Oregon Museum of Science and History. Gegenwärtig ist er Senior-Vizepräsident der Science Applications International Corporation und leitet deren EROS Data Center.

Privates

Edward Gibson und seine Frau Julie Anne haben vier Kinder.

Siehe auch

Weblinks

 <Lang> Commons: Edward Gibson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


27.07.2021
Topologie in der Biologie
Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie zeigen Forscher dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann.
26.07.2021
Nadel im Heuhaufen: Planetarische Nebel in entfernten Galaxien
Mit Daten des Instruments MUSE gelang Forschern die Detektion von extrem lichtschwachen planetarischen Nebeln in weit entfernten Galaxien.
26.07.2021
Langperiodische Schwingungen der Sonne entdeckt
Ein Forschungsteam hat globale Schwingungen der Sonne mit sehr langen Perioden, vergleichbar mit der 27-tägigen Rotationsperiode der Sonne, entdeckt.
26.07.2021
Ein Stoff, zwei Flüssigkeiten: Wasser
Wasser verdankt seine besonderen Eigenschaften möglicherweise der Tatsache, dass es aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten besteht.
26.07.2021
Ins dunkle Herz von Centaurus A
Ein internationales Forscherteam hat das Herz der nahegelegenen Radiogalaxie Centaurus A in vorher nicht erreichter Genauigkeit abgebildet.
26.07.2021
Ein möglicher neuer Indikator für die Entstehung von Exoplaneten
Ein internationales Team von Astronomen hat als erstes weltweit Isotope in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen.
26.07.2021
Auf dem Weg zur Supernova – tränenförmiges Sternsystem offenbart sein Schicksal
Astronomen ist die seltene Sichtung zweier Sterne gelungen, die spiralförmig ihrem Ende zusteuern, indem sie die verräterischen Zeichen eines tränenförmigen Sterns bemerkten.
26.07.2021
Quantenteilchen: Gezogen und gequetscht
Seit kurzem ist es im Labor möglich, die Bewegung schwebender Nanoteilchen in den quantenmechanischen Grundzustand zu versetzen.
26.07.2021
Ein Kristall aus Elektronen
Forschenden der ETH Zürich ist die Beobachtung eines Kristalls gelungen, der nur aus Elektronen besteht. Solche Wigner-​Kristalle wurden bereits vor fast neunzig Jahren vorhergesagt, konnten aber erst jetzt direkt in einem Halbleitermaterial beobachtet werden.
26.07.2021
Neue Erkenntnisse zur Entstehung des chaotischen Terrains auf dem Mars
Gebiete wie diese gibt es auf der Erde nicht: Sie sind durchzogen von Kratern, Rissen, Kämmen, Tälern, großen und kleinen eckigen Blöcken.
26.07.2021
Synthese unter Laserlicht
Eine Forschungsgruppe hat neue Methode zur Bildung von protoniertem Wasserstoff entdeckt. Mit starken Laserpulsen erzeugen Physiker des attoworld-Teams am Max-Planck-Instituts für Quantenoptik und der Ludwig-Maximilians-Universität München erstmals protonierten Wasserstoff an Nanooberflächen.
26.07.2021
Materiestraße im All lässt Galaxienhaufen wachsen
Vor einem halben Jahr meldeten Astronomen der Universität Bonn die Entdeckung eines extrem langen intergalaktischen Gasfadens mit dem Röntgenteleskop eROSITA.
26.07.2021
Kosmischer Treffpunkt für Galaxienhaufen
Was treibt Galaxien an, oder führt zu ganzen Ansammlungen von Galaxien – sogenannte Galaxienhaufen? Obwohl kosmologische Modelle und Simulationen diese Strukturen und die Rolle, die sie spielen könnten, vorausgesagt haben, ist die Bestätigung ihrer Existenz durch die Beobachtung mit dem Röntgen-Weltraumteleskop eROSITA ziemlich neu.
28.06.2021
Quantensimulation: Messung von Verschränkung vereinfacht
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem bisher kaum zugängliche Größen in Quantensystemen messbar gemacht werden können.
28.06.2021
Exotische Supraleiter: Das Geheimnis, das keines ist
Wie reproduzierbar sind Messungen in der Festkörperphysik? Ein Forschungsteam analysierte wichtige Messungen neu. Sie fanden heraus: Ein angeblich sensationeller Effekt existiert gar nicht.
28.06.2021
Paradoxe Wellen: Gefangene Lichtteilchen auf dem Sprung
Physikern ist es gelungen, ein neuartiges Verhalten von Lichtwellen zu beobachten, bei welchem Licht durch eine neue Art von Unordnung auf kleinste Raumbereiche begrenzt wird.
28.06.2021
Isolatoren bringen Quantenbits zum Schwitzen
Schwachleitende oder nichtleitende Materialien haben Innsbrucker Physiker als wichtige Quelle für Störungen in Ionenfallen-Quantencomputern identifiziert.
23.06.2021
Fürs Rechenzentrum: bisher kompaktester Quantencomputer
Quantencomputer waren bislang Einzelanfertigungen, die ganze Forschungslabore füllten.
17.06.2021
Helligkeitseinbruch von Beteigeuze
Als der helle, orangefarbene Stern Beteigeuze im Sternbild Orion Ende 2019 und Anfang 2020 merklich dunkler wurde, war die Astronomie-Gemeinschaft verblüfft.
17.06.2021
Das Elektronenkarussell
Die Photoemission ist eine Eigenschaft unter anderem von Metallen, die Elektronen aussenden, wenn sie mit Licht bestrahlt werden.
17.06.2021
Ultrakurze Verzögerung
Trifft Licht auf Materie geht das an deren Elektronen nicht spurlos vorüber.
17.06.2021
Entdeckung der größten Rotationsbewegung im Universum
D
13.06.2021
Die Taktgeber der Sonne
Nicht nur der prägnante 11-Jahres-Zyklus, auch alle weiteren periodischen Aktivitätsschwankungen der Sonne können durch Anziehungskräfte der Planeten getaktet sein.
13.06.2021
Wenn Schwarze Löcher den Weg für die Sternentstehung in Satellitengalaxien freimachen
Eine Kombination von systematischen Beobachtungen mit kosmologischen Simulationen hat gezeigt, dass Schwarze Löcher überraschenderweise bestimmten Galaxien helfen können, neue Sterne zu bilden.
13.06.2021
Flüssiges Wasser auf Monden sternenloser Planeten
Monde sternenloser Planeten können eine Atmosphäre haben und flüssiges Wasser speichern. Münchner Astrophysiker haben berechnet, dass die Wassermenge ausreicht, um Leben auf diesen wandernden Mond-Planeten-Systemen zu ermöglichen und zu erhalten.