Ronald Ellwin Evans

Ronald Ellwin Evans

Ron Evans
Ron Evans
Land (Organisation): USA (NASA)
Datum der Auswahl: 4. April 1966
(5. NASA-Gruppe)
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 7. Dezember 1972
Landung letzter Raumflug: 19. Dezember 1972
Gesamtdauer: 12d 13h 51min
EVA-Einsätze: 1
EVA-Gesamtdauer: 1h 6min
Ausgeschieden: März 1977
Raumflüge

Ronald Ellwin „Ron“ Evans, Jr. (* 10. November 1933 in St. Francis, Kansas; † 7. April 1990 in Scottsdale, Arizona) war ein US-amerikanischer Astronaut der NASA. Bei Apollo 17, dem neunten und letzten bemannten Flug zum Mond im Rahmen des Apollo-Programms, diente er als Pilot des Apollo-Kommandomoduls.

Leben

Nach Beendigung der High School in Topeka (Kansas) studierte Evans an der University of Kansas und erlangte 1956 seinen Abschluss zum Bachelor in Elektrotechnik.

Nachdem Evans im Juni 1957 seine Ausbildung zum Piloten bei der US Navy erfolgreich abgeschlossen hatte, war er anschließend als Pilot und, von Januar 1961 bis Juni 1962, als Ausbilder für Kampfpiloten tätig. Während seiner gesamten Dienstzeit absolvierte er mehr als 5.100 Flugstunden, davon ca. 4.600 auf Düsenflugzeugen.

1964 erwarb Evans seinen Abschluss zum Master in Luftfahrttechnik an der Naval Postgraduate School und trat 1966 mit der fünften Gruppe von Astronauten in die NASA ein.

Raumfahrertätigkeit

Evans war für Apollo 7 und Apollo 11 der Unterstützungsmannschaft (Support-Crew) zugeteilt.

Bei Apollo 14 diente er in der Ersatzmannschaft als Pilot des Kommandomoduls.

Seinen ersten und einzigen Weltraumflug absolvierte Evans vom 7. Dezember bis zum 19. Dezember 1972 mit Apollo 17, dem letzten Flug im Apollo-Programm zum Mond. Außer Evans als Pilot des Kommandomoduls America, gehörten auch Eugene Cernan als Kommandant und Harrison Schmitt als Pilot der Mondlandefähre Challenger zur Besatzung. Während Cernan und Schmitt sich auf dem Mond befanden, verblieb Evans allein im Mondorbit und führte in dieser Missionsphase fotografische und visuelle Beobachtungen durch.

Bis heute hält er mit sechs Tage, drei Stunden und 48 Minuten den Rekord für die längste im Mondorbit verbrachte Zeit. Auf dem Rückflug zur Erde verließ Evans die Kommandokapsel für einen Weltraumausstieg, um Filmkassetten zu bergen sowie eine Inspektion des Raumschiffs durchzuführen.

Nach Apollo 17 diente Evans in der Ersatzmannschaft als Pilot für das Apollo-Sojus-Projekt.

Im Anschluss an das Apollo-Programm war er an der Entwicklung und Planung des Space-Shuttle-Programms beteiligt. Nach 21 Jahren Dienstzeit schied Evans am 30. April 1976 aus der US Navy aus. Im März 1977 verließ er die NASA, um eine leitende Position in der Industrie zu übernehmen. Evans starb im April 1990 an Herzversagen. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder.

Besonderheiten und Rekorde

  • erster bemannter Nachtstart der NASA (Apollo 17)
  • längste Zeit alleine im Mondorbit (Apollo 17)

Auszeichnungen

Ronald Evans erhielt während seiner Karriere als Astronaut u.a. folgende Auszeichnungen:

  • NASA Distinguished Service Medal
  • Johnson Space Center Superior Achievement Award
  • Navy Distinguished Service Medal
  • Navy Astronaut Wings
  • University of Kansas Distinguished Service Citation
  • Kansan of the Year (1972)

Siehe auch

Weblinks

 <Lang> Commons: Ronald E. Evans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


05.08.2021
Exoplanet mit lediglich der halben Masse der Venus aufgespürt
Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile neue Erkenntnisse über Planeten um den nahen Stern L 98-59 gewonnen, die denen des inneren Sonnensystems ähneln.
05.08.2021
Superflares: für Exoplaneten weniger gefährlich als gedacht
Superflares, extreme Strahlungsausbrüche von Sternen, standen bisher im Verdacht, den Atmosphären und damit der Habitabilität von Exoplaneten nachhaltig zu schaden.
05.08.2021
„Spin“ einer Nanoschallwelle erstmals in Echtzeit nachgewiesen
Einem deutsch-amerikanischen Forscherteam ist es gelungen, die rollende Bewegung einer Nanoschallwelle nachzuweisen. Diese hatter der Physiker und Nobelpreisträger Lord Rayleigh 1885 vorhergesagt.
31.07.2021
Wasserdampf-Atmosphäre auf dem Jupitermond Ganymed
Internationales Team entdeckt eine Wasserdampfatmosphäre auf der sonnenzugewandten Seite des Mondes Jupiter-Mondes Ganymed. Die Beobachtungen wurden mit Hubble-Teleskop gemacht.
31.07.2021
Der Quantenkühlschrank
An der TU Wien wurde ein völlig neues Kühlkonzept erfunden. Computersimulationen zeigen, wie man Quantenfelder verwenden könnte, um Tieftemperatur-Rekorde zu brechen.
31.07.2021
Warum Bierdeckel nicht geradeaus fliegen
Wer schon einmal daran gescheitert ist, einen Bierdeckel in einen Hut zu werfen, sollte nun aufhorchen: Physiker der Universität Bonn haben herausgefunden, warum diese Aufgabe so schwierig ist.
27.07.2021
Topologie in der Biologie
Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie zeigen Forscher dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann.
26.07.2021
Nadel im Heuhaufen: Planetarische Nebel in entfernten Galaxien
Mit Daten des Instruments MUSE gelang Forschern die Detektion von extrem lichtschwachen planetarischen Nebeln in weit entfernten Galaxien.
26.07.2021
Langperiodische Schwingungen der Sonne entdeckt
Ein Forschungsteam hat globale Schwingungen der Sonne mit sehr langen Perioden, vergleichbar mit der 27-tägigen Rotationsperiode der Sonne, entdeckt.
26.07.2021
Ein Stoff, zwei Flüssigkeiten: Wasser
Wasser verdankt seine besonderen Eigenschaften möglicherweise der Tatsache, dass es aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten besteht.
26.07.2021
Ins dunkle Herz von Centaurus A
Ein internationales Forscherteam hat das Herz der nahegelegenen Radiogalaxie Centaurus A in vorher nicht erreichter Genauigkeit abgebildet.
26.07.2021
Ein möglicher neuer Indikator für die Entstehung von Exoplaneten
Ein internationales Team von Astronomen hat als erstes weltweit Isotope in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen.
26.07.2021
Auf dem Weg zur Supernova – tränenförmiges Sternsystem offenbart sein Schicksal
Astronomen ist die seltene Sichtung zweier Sterne gelungen, die spiralförmig ihrem Ende zusteuern, indem sie die verräterischen Zeichen eines tränenförmigen Sterns bemerkten.
26.07.2021
Quantenteilchen: Gezogen und gequetscht
Seit kurzem ist es im Labor möglich, die Bewegung schwebender Nanoteilchen in den quantenmechanischen Grundzustand zu versetzen.
26.07.2021
Ein Kristall aus Elektronen
Forschenden der ETH Zürich ist die Beobachtung eines Kristalls gelungen, der nur aus Elektronen besteht. Solche Wigner-​Kristalle wurden bereits vor fast neunzig Jahren vorhergesagt, konnten aber erst jetzt direkt in einem Halbleitermaterial beobachtet werden.
26.07.2021
Neue Erkenntnisse zur Entstehung des chaotischen Terrains auf dem Mars
Gebiete wie diese gibt es auf der Erde nicht: Sie sind durchzogen von Kratern, Rissen, Kämmen, Tälern, großen und kleinen eckigen Blöcken.
26.07.2021
Synthese unter Laserlicht
Eine Forschungsgruppe hat neue Methode zur Bildung von protoniertem Wasserstoff entdeckt. Mit starken Laserpulsen erzeugen Physiker des attoworld-Teams am Max-Planck-Instituts für Quantenoptik und der Ludwig-Maximilians-Universität München erstmals protonierten Wasserstoff an Nanooberflächen.
26.07.2021
Materiestraße im All lässt Galaxienhaufen wachsen
Vor einem halben Jahr meldeten Astronomen der Universität Bonn die Entdeckung eines extrem langen intergalaktischen Gasfadens mit dem Röntgenteleskop eROSITA.
26.07.2021
Kosmischer Treffpunkt für Galaxienhaufen
Was treibt Galaxien an, oder führt zu ganzen Ansammlungen von Galaxien – sogenannte Galaxienhaufen? Obwohl kosmologische Modelle und Simulationen diese Strukturen und die Rolle, die sie spielen könnten, vorausgesagt haben, ist die Bestätigung ihrer Existenz durch die Beobachtung mit dem Röntgen-Weltraumteleskop eROSITA ziemlich neu.
28.06.2021
Quantensimulation: Messung von Verschränkung vereinfacht
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem bisher kaum zugängliche Größen in Quantensystemen messbar gemacht werden können.
28.06.2021
Exotische Supraleiter: Das Geheimnis, das keines ist
Wie reproduzierbar sind Messungen in der Festkörperphysik? Ein Forschungsteam analysierte wichtige Messungen neu. Sie fanden heraus: Ein angeblich sensationeller Effekt existiert gar nicht.
28.06.2021
Paradoxe Wellen: Gefangene Lichtteilchen auf dem Sprung
Physikern ist es gelungen, ein neuartiges Verhalten von Lichtwellen zu beobachten, bei welchem Licht durch eine neue Art von Unordnung auf kleinste Raumbereiche begrenzt wird.
28.06.2021
Isolatoren bringen Quantenbits zum Schwitzen
Schwachleitende oder nichtleitende Materialien haben Innsbrucker Physiker als wichtige Quelle für Störungen in Ionenfallen-Quantencomputern identifiziert.
23.06.2021
Fürs Rechenzentrum: bisher kompaktester Quantencomputer
Quantencomputer waren bislang Einzelanfertigungen, die ganze Forschungslabore füllten.
17.06.2021
Helligkeitseinbruch von Beteigeuze
Als der helle, orangefarbene Stern Beteigeuze im Sternbild Orion Ende 2019 und Anfang 2020 merklich dunkler wurde, war die Astronomie-Gemeinschaft verblüfft.