James Hartle

James Hartle

Hartle in der Harvard University

James Burkett Hartle (* 20. August 1939 in Baltimore) ist ein US-amerikanischer theoretischer Physiker, der sich mit den Grundlagen der Quantenmechanik und Kosmologie beschäftigt.

Leben

Hartle studierte an der Princeton University (Bachelor 1960) und promovierte 1964 am Caltech. 1963/64 war er am Institute for Advanced Study. Ab 1964 war er Instructor an der Princeton University und ab 1966 zunächst Assistant Professor und ab 1972 Professor an der University of California, Santa Barbara. 1995 bis 1997 war er dort Direktor des Institute for Theoretical Physics. 1981 bis 1983 war er auch Professor an der University of Chicago. Er war unter anderem Gastprofessor in Cambridge (Isaac Newton Institute und Gonville and Caius College 1994).

Hartle ist einer der Begründer (mit Robert Griffiths, Roland Omnès, Murray Gell-Mann) der Consistent histories Interpretation der Quantenmechanik mit Verwendung der Ideen der Dekohärenz. Mit Stephen Hawking ist Urheber des no boundary proposal für die quantenmechanische Beschreibung des Universums.[1]

1986 bis 1995 war er Mitglied des International Committee of General Relativity and Gravitation. 2009 erhielt er den Einstein-Preis der American Physical Society. Er ist seit 1991 Mitglied der National Academy of Sciences, seit 1989 der American Academy of Arts and Sciences und 2016 wurde er zum Mitglied der American Philosophical Society gewählt.

Schriften

  • mit Gell-Mann: Time symmetry and asymmetry in quantum mechanics and quantum cosmology, in Halliwell, Perez-Mercador, Zurek (Hrsg.) Physical Origins of time asymmetry 1994
  • mit Gell-Mann: Quantum mechanics in the light of quantum cosmology, in Zurek (Hrsg.): Complexity, entropy and physics of Information, Santa Fe Proc. 1988
  • mit Gell-Mann Classical equations for quantum systems, Physical Review D, Bd.47, 1993, S. 3345–3382, Abstract

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hartle, Hawking Wave function of the universe, Physical Review D, Bd.28 1983, S. 2960

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