Forscher des Fraunhofer FHR begleiten Wiedereintritt der chinesischen Raumstation Tiangong-1

Forscher des Fraunhofer FHR begleiten Wiedereintritt der chinesischen Raumstation Tiangong-1

Physik-News vom 21.03.2018

Die chinesische Raumstation Tiangong-1 wird in wenigen Wochen in die Erdatmosphäre eintreten und zu einem großen Teil verglühen. Dabei können auch Trümmerteile den Erdboden erreichen. Tiangong-1 kreist unkontrolliert und mit ca. 29 000 km/h um die Erde. Die Wiedereintrittsprognose kann derzeit nur im Bereich von mehreren Tagen angegeben werden. Die Wissenschaftler des Fraunhofer FHR in Wachtberg bei Bonn beobachten Tiangong-1 bereits seit Wochen mit ihrem TIRA (Tracking and Imaging Radar) System, einem der leistungsfähigsten Radare zur Weltraumbeobachtung weltweit, um das nationale Weltraumlagezentrum und die ESA mit ihrer Expertise bei den Wiedereintrittsprognosen zu unterstützen.

Nach Verlust des Funkkontakts mit Tiangong-1 im Jahr 2016 ist es aufgrund der niedrigen Bahnhöhe unausweichlich, dass die chinesische Raumstation in die Atmosphäre der Erde wieder eintreten wird. Durch ihre Größe von ca. 10.4 Meter x 3.4 Meter und einem Gewicht von 8.5 Tonnen ist davon auszugehen, dass zumindest Teile davon die Erdoberfläche erreichen können. Nur wenige Sensoren auf der Welt sind in der Lage Weltraumobjekte wie Tiangong-1 präzise zu vermessen und abzubilden, um qualitativ hochwertige Daten für Wiedereintrittsprognosen zu gewinnen.

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