KuaFu

KuaFu

KuaFu (chinesisch 夸父計劃, Pinyin Kuāfù Jìhuà) ist eine geplante chinesische Raumfahrtmission zur Erforschung der Sonne und ihrer Wechselwirkung mit der Erde. Die Mission sollte nach den ursprünglichen Planungen zum Maximum der Sonnenaktivitäten im Jahr 2012 mit dem Start des ersten Satelliten beginnen,[1] der Start wurde aber auf 2017 verschoben.[2] [veraltet]

Namensherkunft

Der Name der Mission leitet sich aus einer alten chinesischen Legende ab. Demnach versuchte KuaFu, die Sonne einzufangen, um sie zu betreten.

Geplante Forschungsaktivitäten

Die Mission dient der Erforschung der Sonne-Erde-Wechselwirkung und soll die Vorhersage von Sonneneruptionen verbessern. Die Lebensdauer der Satelliten ist auf drei Jahre veranschlagt. Die chinesische Regierung erwartet die Beteiligung dutzender Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und Kanada.

Gleichzeitig soll die Mission den Standard der „end-to-end“-Beobachtung des Sonne-Erde-Systems heben, um so den Wissenschaftlern ein besseres Verständnis für die grundlegenden physikalischen Prozesse des Weltraumwetters zu ermöglichen. Es soll die komplette Kette der Störungen angefangen von der Sonnenoberfläche bis hin zur Erde untersucht werden. Beobachtet werden sollen die koronalen Massenausstöße (CMEs), die interplanetaren Wolken, die Stoßwellen mit ihrem Auswirkungen auf die Erde sowie die magnetischen Stürme und die Polarlichter.

Mission

Die komplette Mission besteht aus drei Raumfahrzeugen: „KuaFu-A“, „KuaFu B1“ und „KuaFu B2“. KuaFu-A ist eine Raumsonde, die im Lagrange-Punkt L1 stationiert wird,[2] ähnlich wie die europäische Sonnensonde SOHO. Die Instrumente zur Beobachtung der Sonnenaktivitäten können dort ununterbrochen aktiv sein. KuaFu B1 und B2 sind Erdsatelliten, die in polare Umlaufbahnen um die Erde gebracht werden, um von dort aus ununterbrochen die Polarlichter der Nordhemisphäre zu beobachten. Die Polarlichter lassen Rückschlüsse über die Einwirkung der Sonne auf die Erde zu.

Betreiber

Betreiber des KuaFu-Projekts ist die Peking-Universität. Das deutsche Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ist ebenfalls beteiligt.[3]

Weblinks

Quellen

  1. China to probe Sun-Earth environment. Xinhua, 20. Juli 2006, abgerufen am 5. April 2013 (english).
  2. 2,0 2,1 Hannu Koskinen: EISCAT and Space Situational Awareness. 23. Mai 2012, S. 12-14, abgerufen am 5. April 2013 (PDF; 1,1 MB, english).
  3. KuaFu Mission: The scientific payload of KuaFu-A (englisch; PDF-Datei; 4 kB)

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