Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik

Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik

Fraunhofer-Institut für
Physikalische Messtechnik IPM
Fraunhofer-Institut fürPhysikalische Messtechnik IPM
Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Freiburg im Breisgau
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Karsten Buse
Mitarbeiter: 200
Homepage: www.ipm.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM, kurz „Fraunhofer IPM“, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. (FhG) und hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau.

Geschichte

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für die Zeit vor 2010 fehlen Belege

Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM ging 1980 aus dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Weltraumforschung IPW hervor, das seinerseits 1973 aus einer Arbeitsgruppe für Physikalische Weltraumforschung, unter der Leitung von Karl Rawer, in Freiburg gegründet worden war.

2005 wurde die Projektgruppe TeraTec an der Technischen Universität Kaiserslautern gegründet. Seit 2010 wurde diese unter dem Dach des Fraunhofer IPM als „Anwendungszentrum für Terahertz-Technik TeraTec“ bis zu dessen Angliederung an das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik Ende 2016 als Abteilung „Materialcharakterisierung und -prüfung“ fortgeführt.[1][2][3][4]

Forschung und Entwicklung

Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM forscht in den Bereichen optische Messtechniken, integrierte Sensortechnologie und funktionelle Materialien. Für die Industrie entwickelt das Institut Messtechniken, Systeme und Materialien mit dem Ziel, industrielle Prozesse energie- und ressourceneffizienter zu gestalten.

Geschäftsfelder:

  • Produktionskontrolle
Für die Produktionskontrolle entwickelt Fraunhofer IPM optische Systeme und bildgebende Verfahren, mit denen sich Oberflächen und 3DStrukturen in der Produktion analysieren und Prozesse regeln lassen. Ziel dabei ist es, kleinste Defekte oder Verunreinigungen auch bei hohen Geschwindigkeiten im Produktionsprozess zu erkennen. Eingesetzt werden Verfahren wie digitale Holographie, Infrarot-Reflexion- und Fluoreszenzanalyse, kombiniert mit sehr schneller Bild und Datenverarbeitung.
  • Objekt- und Formerfassung
Fraunhofer IPM entwickelt Laserscanner sowie Beleuchtungs und Kamerasysteme, die die Geometrie und Lage von Objekten dreidimensional erfassen. Eine spezielle Kompetenz des Instituts sind schnelle geometrische Messungen von bewegten Plattformen aus. Wichtige Bausteine der Systeme sind neben der Optik die effiziente Datenauswertung und automatisierte Dateninterpretation.
  • Gas- und Prozesstechnologie
Im Geschäftsfeld Gas- und Prozesstechnologie entwickelt und fertigt Fraunhofer IPM schnelle, präzise arbeitende Mess- und Regelsysteme, die für den Einsatz unter extremen Bedingungen konzipiert sind – beispielsweise für Applikationen in der industriellen Prozesskontrolle, in der Abgasmesstechnik, im Weltraum. Laserspektroskopische Verfahren für die Gasanalytik, energieeffiziente Gassensoren - hergestellt mit Verfahren der Mikrosystemtechnik und thermische Messtechniken sind die vorrangigen Forschungsfelder im Bereich Gas- und Prozesstechnologie. Auf Basis nichtlinearer optischer Materialien werden zudem neuartige Laser mit durchstimmbarer Wellenlänge entwickelt.
  • Thermische Energiewandler
Fraunhofer IPM entwickelt Materialien mit besonderen physikalischen Eigenschaften und integriert sie in Systeme: Schwerpunkt der Forschungsarbeit sind zum einen thermoelektrische Materialien, die eine direkte Wandlung von Abwärme in elektrischen Strom oder den Betrieb kleiner energieautarker Sensorsysteme ermöglichen; zum anderen magneto-, elasto- und elektrokalorische Materialien, die zum Aufbau effizienter, kältemittelfreier Wärmepumpen und Kühlsysteme eingesetzt werden.

Kooperationen

Fraunhofer IPM arbeitet in bestimmten Geschäftsfeldern mit anderen Instituten zusammen. In diesen Verbünden konzentrieren die einzelnen Institute ihre Kompetenzen, organisieren den Know-how Transfer und treten als gemeinsamer Ansprechpartner gegenüber Industrie und Institutionen auf.

Fraunhofer IPM im Verbund:

  • Fraunhofer-Verbund Light & Surfaces
  • Fraunhofer-Allianz Food-Chain-Management
  • Allianz Reinigungstechnik
  • Fraunhofer-Allianz Verkehr
  • Fraunhofer-Allianz Vision

Das Institut ist durch assoziierte Lehrstühle mit den Universitäten in Freiburg und Kaiserslautern vernetzt. Institutsleiter Karsten Buse hält den „Lehrstuhl für Optische Systeme“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK).

Infrastruktur

Fraunhofer IPM beschäftigt am Standort Freiburg rund 200 MitarbeiterInnen; dazu gehören etwa 60 Doktoranden, Diplomanden und Studierende im Praxissemester, zudem Auszubildende, wissenschaftliche Hilfskräfte sowie Gastwissenschaftler.

Im Jahr 2016 erwirtschaftete Fraunhofer IPM einen Umsatz von 16,7 Millionen Euro. Die Industrieerlöse machten mit 7,4 Millionen Euro einen Anteil von 44 Prozent am Betriebshaushalt aus.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eröffnung des Anwendungszentrums für Terahertz-Technik „TeraTec“ in Kaiserslautern. In: Pressemmitteilungen des Fraunhofer IPM. 17. März 2010, abgerufen am 5. Mai 2017 (pdf).
  2. Holger Kock: Anwendungszentrum für Terahertz-Technologie „TeraTec“ eröffnet. In: TU Kaiserslautern - News. 2. März 2010, abgerufen am 5. Mai 2017.
  3. Materialcharakterisierung und -prüfung. In: Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM. 2017, abgerufen am 4. Mai 2017 (Rechte Spalte bei den Kontakten).
  4. Zentrum für Materialcharakterisierung und -prüfung. In: Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik. 2017, abgerufen am 4. Mai 2017.

Koordinaten: 48° 0′ 39″ N, 7° 50′ 3″ O


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