Sind Nanotechnologien die Zukunft?

Was versteht man unter Nanotechnologie?

Das Wort „Nano“ ist den meisten Menschen aus der Welt der Science-Fiction bekannt. In der Nanowissenschaft geht es jedoch lediglich um eine Technologie, die den Weg ebnet, Probleme auf molekularer Ebene zu lösen. Als Nanotechnologie wird der Prozess einer gezielten Herstellung oder auch Manipulation individueller Nanostrukturen bezeichnet, der sowohl durch chemische als auch physikalische Eigenschaften unterstützt wird.

Dieser dient ebenso zur Bestimmung der Größe der Materialien, die untersucht werden. Um einen Nanometer besser zu veranschaulichen, kann ein einfaches Beispiel genutzt werden: Ein Nanometer verhält sich zu einem Meter wie eine Haselnuss zur Erde. Kaum vorstellbar, aber hier zeigt sich, wie winzig ein Milliardstel Meter doch ist.

In welchen Bereichen werden Nanotechnologien bereits eingesetzt und in welchen revolutionieren sie die Forschung?

Nanotechnologie in der Mikroelektronik
Nanotechnologie in der Mikroelektronik.

Nanotechnologien sind zwar bereits in vielen Bereichen im Einsatz, aber auf dem Zeitstrahl unserer Geschichte gesehen immer noch brandneu und ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. In der Zusammensetzung von Sonnencremes dienen Nanopartikel zum Beispiel als Schutzfilter, der dafür sorgt, dass die hautschädigenden ultravioletten Strahlen herausgefiltert werden.

Nanosilber ist dafür bekannt, Bakterien abzutöten und wird daher oft in der Herstellung von Sportbekleidung eingesetzt, um die Geruchsbildung zu verhindern. Neben der Nutzung in Lacken und Farben oder Parkettböden profitieren viele weitere Sektoren von Nanotechnologien. Und das ist erst der Anfang: Die noch recht junge Nanotechnologie gilt als eines der wichtigsten Forschungsgebiete des 21. Jahrhunderts. Vor allem im medizinischen Bereich sollen Nanotechnologien absolut zukunftsweisend sein, da sie nicht nur in der Forschung eingesetzt werden, sondern auch zur Evolution von Diagnosen und Therapien verschiedener Krankheiten beitragen können.

Insbesondere bei der Behandlung von Krebserkrankungen soll die innovative Technologie einen entscheidenden Vorteil mit sich bringen: Aufgrund einer höheren Temperaturempfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber gesundem Gewebe begünstigt das Einbringen nanokleiner Metalloxide, die durch elektromagnetische Wechselfelder erhitzt werden, das Abtöten befallener Zellen. Zudem wird an Nanotransportsystemen geforscht, die es ermöglichen sollen, Medikamente bzw. Wirkstoffe gezielt durch den Organismus zu leiten - exakt an die Stelle, an der der Wirkstoff anschlagen soll. Bei Implantaten oder Knochenersatz können Nanobeschichtungen künftig für mehr Stabilität und eine längere Haltbarkeit sorgen.

Dem Durchschnitt der Menschheit sind Nanotechnologien aus naturwissenschaftlich-fiktiven Filmen, die von der Zukunft der Menschheit auf unserem Planeten handeln, bekannt und werden daher oft mit sogenannten Nanorobotern in Verbindung gebracht, die nach Injektion den Körper und Geist manipulieren oder gar kontrollieren können. Das Eintreten eines solchen Phänomens ist laut Wissenschaft zwar faszinierend, jedoch weitgehend surreal und weit entfernt von der derzeitigen Forschung. Es bestehe höchstens die Gefahr einer Entwicklung biologischer Waffen, die auf giftigen Verbindungen von Nanopartikeln basieren können – hierbei ist zu bedenken, dass es sich aber unabhängig von der Größe der Teilchen um ein Gift handelt.

CBD-Nanotechnologie: Die neueste Innovation im Gesundheitssektor?

Cannabidiol (CBD) ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, der viele positive Eigenschaften zur Verbesserung der Gesundheit, insbesondere bei Entzündungen, Schmerzen und dem allgemeinen Wohlbefinden, mit sich bringen soll. Die neueste Innovation im Gesundheitssektor ist die sogenannte CBD-Nanotechnologie, die es dem menschlichen Körper ermöglicht, Cannabidiol deutlich besser aufzunehmen und demnach seine Auswirkung wohl signifikant verstärkt.

Mithilfe der Nanotechnologie wird die Wasserlöslichkeit von CBD-Ölen realisiert, wodurch eine schnellere Aufnahme in den Blutkreislauf und ein besseres Durchdringen der Zellmembran möglich ist. Weitere Vorteile dieser Technologie bestehen in der höheren Bioverfügbarkeit des Cannabidiols sowie in der Möglichkeit einer niedrigeren Dosierung mit gleichem Effekt.

Die Nachteile werden von Wissenschaft und Medien jedoch unzureichend beleuchtet, hier finden Sie einige wichtige Informationen über die Gefahren, die mit einer derartigen Verwendung einhergehen. CBD in Nanogröße gilt durchaus als Innovation und wird in der Medizin sowie Kosmetikbranche bereits eingesetzt. Um allerdings auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen besser einschätzen zu können bedarf es weiterer Forschung und vor allem langfristigen Studien.