Freude an Physik

Freude an Physik

Wie Schülerinnen und Schüler ihre Abneigungen ablegen

Mathe, Chemie, Physik – viele Kinder haben eine natürliche Abneigung gegen diese Fächer. Vor allem die Physik führt die Hassliste der Schulfächer häufig an. Das ist natürlich nicht so toll, denn Kinder lernen bekanntlich am besten, wenn sie mit Freude bei der Sache sind. Doch wie gelingt es Eltern, ihre Kinder für Physik zu begeistern? In diesem Artikel bekommst du zu dieser Frage ein paar hilfreiche Tipps

Physik als rotes Tuch – welche Gründe gibt es?

Es gibt einige Ursachen, die dazu beitragen, dass Kinder eine Abneigung gegen den Physikunterricht haben:

  • Kinder benötigen eine hohe Abstraktionsleistung, um physikalische Zusammenhänge nachzuvollziehen
  • Viele physikalische Phänomene lassen sich nur durch Messapparate verdeutlichen, aber eben nicht anfassen, was für kleinere Kinder schwierig verständlich ist
  • Oft benötigt man Mathematik, um das Ursache-Wirkung-Prinzip der Physik zu begreifen, womit viele Schülerinnen und Schüler Probleme haben
  • Die Kinder arbeiten nicht mit, weil sie befürchten, etwas Falsches zu sagen – und dafür ist das Risiko im Physikunterricht recht hoch

Wie Kinder mehr Begeisterung für Physik aufbringen: 5 Tipps für Eltern

Kinder lernen Elektronik
Kinder lernen Elektronik.

Wie also kannst du dafür sorgen, dass dein Kind im besten Fall gar nicht erst eine Abneigung gegen Physik entwickelt – oder diese, falls sie schon vorhanden ist, schnell wieder ablegt? Wir haben fünf Tipps für dich:

1. Einen Experimentierkasten kaufen

Der erste Schritt, deine Kinder für Physik zu begeistern, besteht darin, sie in den Alltag zu integrieren. Eine schöne Idee dafür ist ein Experimentierkasten: Damit können Kinder schon in jungen Jahren – und am besten noch vor dem Physikunterricht – ihre natürliche Neugier und ihren Entdeckerdrang stillen. Sie entwickeln automatisch ein Interesse an Naturgesetzen und dem Ursache-Wirkung-Prinzip. Wie in diesem Artikel über Experimentierkästen auf heimhelden.de beschrieben ist, eignen sich einige davon schon ab einem Alter von vier Jahren. Ist dir das noch zu früh, kannst du auch mit dem Schuleintritt deines Kindes den ersten Experimentierkasten anbieten. So legst du schon früh einen Grundstein dafür, das Interesse deines Kindes an physikalischen Zusammenhängen und kleinen Experimenten zu steigern.

2. Gemeinsam experimentieren

Zwei Kinder experimentieren
Wenn Kinder Freude am Experimentieren haben, dann verliert der Unterricht in den Naturwissenschaften seinen Schrecken.

Experimentiere gemeinsam mit deinem Kind und erforsche physikalische Phänomene! Dafür gibt es viele Alltagsexperimente, die ihr zusammen durchführen könnt. Findet heraus, wie eine Batterie funktioniert oder baut einen Flaschenzug. Dadurch, dass du dich mit deinem Kind zusammensetzt und ein Spiel aus dem Experimentieren machst, wächst auch automatisch sein Interesse. Dann dauert es wahrscheinlich nicht lange, bis es selbst ein Experiment einfordert und beispielsweise mehr über Hebelwirkung oder Druck erfahren möchte

3. Museen besuchen

Es gibt viele tolle Museen, die du mit einem kleinen Physikmuffel besuchen kannst. In zahlreichen Großstädten findest du „Physik zum Anfassen“ in Ausstellungen, die für Kinder unterschiedlicher Alterststufen ausgelegt sind. Ein tolles Beispiel ist das Deutsche Museum für Physik, wo alle Bereiche von der Mechanik bis zum Magnetismus anschaulich erklärt werden. An den interaktiven Stationen lernen die Kinder viel besser, beispielsweise das Prinzip von Arbeit und Energie zu verstehen. Etwas zu begreifen und zu verinnerlichen ist wiederum die Basis dafür, sich für ein Schulfach begeistern zu können. Nichts demotiviert Kinder mehr, als sich mit jeder Aufgabe überfordert zu fühlen.

4. Eigene Vorurteile ablegen

Hast du selbst Physik als Schulfach gehasst? Dann solltest du deine Abneigung deinem Kind gegenüber nicht zeigen. Das Risiko ist hoch, dass es diese übernimmt. Versuche von Anfang an, deinem Kind zu vermitteln, dass Naturwissenschaften nicht uncool sind, sondern auch jede Menge Freude bereiten können.

5. Ziele setzen

In vielen Berufen klappt es nicht ohne Physik. Frag dein Kind, was es später einmal werden möchte: vielleicht Tierarzt, Ingenieur oder Kfz-Mechaniker? Für all diese beruflichen Tätigkeiten braucht es physikalische Kenntnisse. Vielleicht kannst du deinem Kind die Physik durch seinen späteren Berufswunsch schmackhaft machen.

Kind zeichnet die Formel E=mc²
Soweit muß es ja nicht kommen! 😀

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