Sojus 24

Sojus 24

Missionsdaten
Mission: Sojus 24
NSSDC ID: 1975-106A
Raumschiff: Sojus 7K-T (GRAU-Index 11F615A9)
Seriennummer 66
Masse: 6800 kg
Trägerrakete: Sojus U (GRAU-Index 11A511U)
Rufzeichen: Терек („Terek-Fluss“)
Besatzung: 2
Start: 7. Februar 1977, 16:11 UTC
Startplatz: Baikonur LC1
Raumstation: Saljut 5
Angekoppelt an Saljut 5: 8. Februar 1977
Abgekoppelt von Saljut 5: 25. Februar 1977
Landung: 25. Februar 1977, 09:38 UTC
Landeplatz: 37 km nordöstlich von Arkalik
Flugdauer: 17d 17h 26min
Erdumkreisungen: 285
Umlaufzeit: 89,52 min
Bahnneigung: 51,65°
Apogäum: 346,2 km
Perigäum: 184,7 km
Navigation
Vorherige
Mission:
Kosmos 869
Nachfolgende
Mission:
Sojus 25

Sojus 24 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 5 (ALMAZ 3). Es war der zweite (erfolgreiche) Besuch eines Sojus-Raumschiffs bei dieser Raumstation und der 42. Flug im sowjetischen Sojusprogramm.

Besatzung

Besatzung von Sojus 24 auf einer sowjetischen Briefmarke

Hauptbesatzung

Gorbatko und Glaskow waren zuvor Unterstützungsmannschaft von Sojus 21 und Ersatzmannschaft von Sojus 23.

Ersatzmannschaft

Die Unterstützungsmannschaft bestand Wladimir Sergejewitsch Koselski und Wladimir Jewgenjewitsch Preobraschenski.

Missionsüberblick

Die Mission hatte zunächst den Schwerpunkt die Probleme abzuklären, die zum beschleunigten Abbruch der Sojus-21-Mission geführt hatten. Da angenommen wurde, dass sich möglicherweise Treibstoff- oder andere giftige Gase in der Atemluft befinden, stieg die neue Besatzung mit Schutzmasken um. Die Luft erwies sich jedoch als sauber und atembar.

Zur Problemlösung war Ausrüstung an Bord, die ein vollständiges Auswechseln der Atmosphäre durch die Luftschleuse ermöglicht hätte. Obwohl sich die Notwendigkeit erledigt hatte, wurde das Verfahren als Experiment durchgeführt, falls sich in der Zukunft ähnliche Probleme ergeben. Luft wurde an einem Ende der Station abgelassen und gleichzeitig durch Vorräte des Sojus-24-Raumschiffs ersetzt. Eine geplante Außenbordtätigkeit entfiel jedoch.

Die Mannschaft nahm anschließend das von den Vorgängern abgebrochene Programm wieder auf. Die Saljut 5 war als Station ALMAZ 3 Teil des sowjetischen militärischen Raumfahrtprogramms. Daher war ein wichtiger Testpunkt die Beladung einer unbemannten Rückkehrkapsel mit Filmen und anderen wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Kapsel löste sich am 26. Februar von der Saljut und konnte geborgen werden. Ein ähnlicher Versuch war bereits mit Saljut 3 (ALMAZ 2) vorgesehen.

Die Mission endete nach der für Raumstationen relativ kurzen Zeit von 18 Tagen. Es wurde jedoch berichtet, dass in der anstrengenden und erfolgreichen Zeit fast genauso viel erreicht wurde wie bei der vorangegangenen Sojus-21-Mission in 50 Tagen.

Siehe auch

Weblinks


Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


27.01.2021
Aus Weiß wird (Extrem)-Ultraviolett
Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) haben eine neue Methode entwickelt, um die spektrale Breite von extrem-ultraviolettem (XUV) Licht zu modifizieren.
27.01.2021
Neue Möglichkeiten bei Suche nach kalter dunkler Materie
Das Baryon-Antibaryon-Symmetrie-Experiment (BASE) am Antiprotonen-Entschleuniger des CERN hat neue Grenzen für die Masse von Axion-ähnlichen Teilchen – hypothetischen Teilchen, die Kandidaten für dunkle Materie sind – festgelegt und eingeschränkt, wie leicht sie sich in Photonen, die Teilchen des Lichts, verwandeln können.
25.01.2021
Weltraumteleskop findet einzigartiges Planetensystem
Das Weltraumteleskop CHEOPS entdeckt sechs Planeten, die den Stern TOI-178 umkreisen.
25.01.2021
Ladungsradien der Quecksilberkerne 207Hg und 208Hg wurden erstmals vermessen
Was hält Atomkerne im Innersten zusammen? Das können Physikerinnen und Physiker anhand von Präzisionsmessungen des Gewichts, der Größe und der Form von Atomkernen erkennen.
25.01.2021
Physiker erzeugen und leiten Röntgenstrahlen simultan
Röntgenstrahlung ist meist ungerichtet und schwer zu leiten.
25.01.2021
Optimale Information über das Unsichtbare
Wie vermisst man Objekte, die man unter gewöhnlichen Umständen gar nicht sehen kann? Universität Utrecht und TU Wien eröffnen mit speziellen Lichtwellen neue Möglichkeiten.
23.01.2021
Physiker filmen Phasenübergang mit extrem hoher Auflösung
Laserstrahlen können genutzt werden, um die Eigenschaften von Materialien gezielt zu verändern.
23.01.2021
Die Entstehung des Sonnensystems in zwei Schritten
W
23.01.2021
Die Entstehung erdähnlicher Planeten unter der Lupe
Innerhalb einer internationalen Zusammenarbeit haben Wissenschaftler ein neues Instrument namens MATISSE eingesetzt, das nun Hinweise auf einen Wirbel am inneren Rand einer planetenbildenden Scheibe um einen jungen Stern entdeckt hat.
20.01.2021
Älteste Karbonate im Sonnensystem
Die Altersdatierung des Flensburg-Meteoriten erfolgte mithilfe der Heidelberger Ionensonde.
20.01.2021
Einzelnes Ion durch ein Bose-Einstein-Kondensat gelotst.
Transportprozesse in Materie geben immer noch viele Rätsel auf.
20.01.2021
Der Tanz massereicher Sternenpaare
Die meisten massereichen Sterne treten in engen Paaren auf, in denen beide Sterne das gemeinsame Massenzentrum umkreisen.
20.01.2021
Sonnenaktivität über ein Jahrtausend rekonstruiert
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der ETH Zürich hat aus Messungen von radioaktivem Kohlenstoff in Baumringen die Sonnenaktivität bis ins Jahr 969 rekonstruiert.
20.01.2021
Forschungsteam stoppt zeitlichen Abstand von Elektronen innerhalb eines Atoms
Seit mehr als einem Jahrzehnt liefern Röntgen-Freie-Elektronen-Laser (XFELs) schon intensive, ultrakurze Lichtpulse im harten Röntgenbereich.
20.01.2021
Welche Rolle Turbulenzen bei der Geburt von Sternen spielen
Aufwändige und in diesem Umfang bis dahin noch nicht realisierte Computersimulationen zur Turbulenz in interstellaren Gas- und Molekülwolken haben wichtige neue Erkenntnisse zu der Frage gebracht, welche Rolle sie bei der Entstehung von Sternen spielt.
20.01.2021
Wie Aerosole entstehen
Forschende der ETH Zürich haben mit einem Experiment untersucht, wie die ersten Schritte bei der Bildung von Aerosolen ablaufen.
13.01.2021
Schnellere und stabilere Quantenkommunikation
Einer internationalen Forschungsgruppe ist es gelungen, hochdimensionale Verschränkungen in Systemen aus zwei Photonen herzustellen und zu überprüfen. Damit lässt sich schneller und sicherer kommunizieren, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen.
12.01.2021
Elektrisch schaltbares Qubit ermöglicht Wechsel zwischen schnellem Rechnen und Speichern
Quantencomputer benötigen zum Rechnen Qubits als elementare Bausteine, die Informationen verarbeiten und speichern.
12.01.2021
ALMA beobachtet, wie eine weit entfernte kollidierende Galaxie erlischt
Galaxien vergehen, wenn sie aufhören, Sterne zu bilden.
11.01.2021
Umgekehrte Fluoreszenz
Entdeckung von Fluoreszenzmolekülen, die unter normalem Tageslicht ultraviolettes Licht aussenden.
11.01.2021
Weyl-Punkten auf der Spur
Ein Material, das leitet und isoliert – gibt es das? Ja, Forschende haben erstmals 2005 sogenannte topologische Isolatoren beschrieben, die im Inneren Stromdurchfluss verhindern, dafür aber an der Oberfläche äußerst leitfähig sind.
11.01.2021
MOONRISE: Schritt für Schritt zur Siedlung aus Mondstaub
Als Bausteine sind sie noch nicht nutzbar – aber die mit dem Laser aufgeschmolzenen Bahnen sind ein erster Schritt zu 3D-gedruckten Gebäuden, Landeplätzen und Straßen aus Mondstaub.
11.01.2021
Konstanz von Naturkonstanten in Raum und Zeit untermauert
Moderne Stringtheorien stellen die Konstanz von Naturkonstanten infrage. Vergleiche von hochgenauen Atomuhren bestätigen das jedoch nicht, obwohl die Ergebnisse früherer Experimente bis zu 20-fach verbessert werden konnten.
08.01.2021
Weder flüssig noch fest
E
08.01.2021
Mit quantenlimitierter Genauigkeit die Auflösungsgrenze überwinden
Wissenschaftlern der Universität Paderborn ist es gelungen, eine neue Methode zur Abstandsmessung für Systeme wie GPS zu entwickeln, deren Ergebnisse so präzise wie nie zuvor sind.