Schubspannungswiderstand

Der Schubspannungswiderstand (oder auch Reibungswiderstand) ist die Kraft auf einen von einem Fluid umströmten Körper, die aus der Scherung des an den Oberflächen anhaftenden Fluids entsteht. Er hängt von der Größe der betroffenen Oberfläche und den Strömungsverhältnissen ab. Wesentlich für die Größe des Schubspannungswiderstandes ist, ob die anliegende Strömung laminar oder turbulent ist.[1]

Zur Reduzierung des Schubspannungswiderstandes werden bei Segelflugzeugen Laminar-Profile verwendet, die mit einer besonders großen Dickenrücklage (dickste Stelle vom Profil um die Mitte statt etwa beim vorderen Viertel) eine möglichst lange laminare Strömung behalten. Die aerodynamische Güte dieser Profile ist stark von der Beschaffenheit der Oberfläche abhängig. Schon Regentropfen, Kondenswasser, Schmutz oder Insekten können den Luftwiderstand erheblich erhöhen.

Der Schubspannungswiderstand bildet zusammen mit dem Druckwiderstand den Gesamtwiderstand eines umströmten Körpers.

Einzelnachweise

  1. Cord-Christian Rossow; Klaus Wolf; Peter Horst: Handbuch der Luftfahrzeugtechnik. Carl-Hanser-Verlag, München, ISBN 978-3-446-42341-1, S. 85-86.

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