STS-45

STS-45

Missionsemblem
Missionsemblem STS-45
Missionsdaten
Mission: STS-45
NSSDC ID: 1992-015A
Space Shuttle: Atlantis OV-104
Besatzung: 7
Start: 24. März 1992, 13:13:40 UTC
Startplatz: Kennedy Space Center, LC-39A
Landung: 2. April 1992, 11:23:08 UTC
Landeplatz: Kennedy Space Center, Bahn 33
Flugdauer: 8d 22h 09m 28s
Erdumkreisungen: 143
Umlaufzeit: 90,4 min
Bahnneigung: 57,0°
Apogäum: 304 km
Perigäum: 292 km
Zurückgelegte Strecke: 5,1 Mio. km
Nutzlast: ATLAS-1
Mannschaftsfoto
 v.l.n.r. Vorne: Brian Duffy, Charles Bolden; Hinten: David Leestma, Michael Foale, Byron Lichtenberg, Kathryn Sullivan, Dirk Frimout
v.l.n.r. Vorne: Brian Duffy, Charles Bolden;
Hinten: David Leestma, Michael Foale, Byron Lichtenberg, Kathryn Sullivan, Dirk Frimout
Navigation
Vorherige
Mission:
STS-42
Nachfolgende
Mission:
STS-49

STS-45 (englisch Space Transportation System) ist eine Missionsbezeichnung für den US-amerikanischen Space Shuttle Atlantis der NASA. Der Start erfolgte am 24. März 1992. Es war die 46. Space-Shuttle-Mission und der 11. Flug der Raumfähre Atlantis.

Mannschaft

  • Charles Bolden (3. Raumflug), Kommandant Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • Brian Duffy (1. Raumflug), Pilot Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • Kathryn Sullivan (3. Raumflug), Missionsspezialistin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • David Leestma (3. Raumflug), Missionsspezialist Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • Michael Foale (1. Raumflug), Missionsspezialist Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • Byron Lichtenberg (2. Raumflug), Nutzlastspezialist Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
  • Dirk Frimout (1. Raumflug), Nutzlastspezialist (ESA) BelgienBelgien Belgien

Ersatz

Ursprünglich war Michael Lampton für diesen Flug vorgesehen, wurde aber aus medizinischen Gründen durch Frimout ersetzt. Außerdem war noch Charles Chappell Reserve-Nutzlastspezialist.

Missionsüberblick

Ursprünglich sollte die Raumfähre Atlantis am 23. März 1992 aufbrechen. Eine während der Betankung aufgetretene überhöhte Treibstoffkonzentration (Flüssigwasserstoff und -sauerstoff) im Orbiterheck erzwang eine 24-stündige Verschiebung. Die Ingenieure gingen davon aus, dass das Problem mit den thermischen Belastungen der Treibstoffleitungen zusammenhing, denn die Fehlersuche hatte kein Leck erbracht. Die Vorbereitungen für den Start am nächsten Tag verliefen problemlos.

Die Mission beförderte das erste Atmospheric Laboratory for Applications and Science (ATLAS-1) auf zwei Spacelab-Paletten in der Ladebucht des Shuttles. Die in der Nutzlastbucht installierte Ladung bestand aus zwölf Instrumenten aus den USA, Frankreich, Deutschland, Belgien, der Schweiz, den Niederlanden und Japan. Es wurden Studien in den Bereichen Atmosphärenchemie, Sonneneinstrahlung, Plasmaphysik und Ultraviolettastronomie durchgeführt. Die beiden Atlas-Paletten enthielten allein 14 Experimentieranordnungen zur Untersuchung der Ozonschicht, der Belastung der Erdatmosphäre sowie der Temperatur- und Druckverteilung. Darunter befanden sich mehrere Spektrometer, ein Millimeterwellenmessgerät, Radiometer, Photometer und Partikelbeschleuniger. Mit einer japanischen Elektronenkanone sollten außerdem künstliche Polarlichter hervorgerufen werden, was nur teilweise gelang. Das UV-Teleskop FAUST fiel nach der Hälfte der Beobachtungen sogar vollständig aus. Kommandant und Pilot führten mehr als 200 Lageänderungen durch, um die Instrumente auf die geplanten Beobachtungsziele auszurichten. Weitere Forschungsprojekte waren unter anderem das Shuttle Solar Backscatter Ultraviolet Experiment (SSBUV) und das Get Away Special Experiment (GAS).

Die Landung erfolgte am 2. April um 11:23 UTC auf der Landebahn 33 im Kennedy Space Center. Die Mission dauerte einen Tag länger als geplant, um wissenschaftliche Experimente fortsetzen zu können.

Siehe auch

Weblinks

 <Lang> Commons: STS-45 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


27.07.2021
Topologie in der Biologie
Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie zeigen Forscher dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann.
26.07.2021
Nadel im Heuhaufen: Planetarische Nebel in entfernten Galaxien
Mit Daten des Instruments MUSE gelang Forschern die Detektion von extrem lichtschwachen planetarischen Nebeln in weit entfernten Galaxien.
26.07.2021
Langperiodische Schwingungen der Sonne entdeckt
Ein Forschungsteam hat globale Schwingungen der Sonne mit sehr langen Perioden, vergleichbar mit der 27-tägigen Rotationsperiode der Sonne, entdeckt.
26.07.2021
Ein Stoff, zwei Flüssigkeiten: Wasser
Wasser verdankt seine besonderen Eigenschaften möglicherweise der Tatsache, dass es aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten besteht.
26.07.2021
Ins dunkle Herz von Centaurus A
Ein internationales Forscherteam hat das Herz der nahegelegenen Radiogalaxie Centaurus A in vorher nicht erreichter Genauigkeit abgebildet.
26.07.2021
Ein möglicher neuer Indikator für die Entstehung von Exoplaneten
Ein internationales Team von Astronomen hat als erstes weltweit Isotope in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen.
26.07.2021
Auf dem Weg zur Supernova – tränenförmiges Sternsystem offenbart sein Schicksal
Astronomen ist die seltene Sichtung zweier Sterne gelungen, die spiralförmig ihrem Ende zusteuern, indem sie die verräterischen Zeichen eines tränenförmigen Sterns bemerkten.
26.07.2021
Quantenteilchen: Gezogen und gequetscht
Seit kurzem ist es im Labor möglich, die Bewegung schwebender Nanoteilchen in den quantenmechanischen Grundzustand zu versetzen.
26.07.2021
Ein Kristall aus Elektronen
Forschenden der ETH Zürich ist die Beobachtung eines Kristalls gelungen, der nur aus Elektronen besteht. Solche Wigner-​Kristalle wurden bereits vor fast neunzig Jahren vorhergesagt, konnten aber erst jetzt direkt in einem Halbleitermaterial beobachtet werden.
26.07.2021
Neue Erkenntnisse zur Entstehung des chaotischen Terrains auf dem Mars
Gebiete wie diese gibt es auf der Erde nicht: Sie sind durchzogen von Kratern, Rissen, Kämmen, Tälern, großen und kleinen eckigen Blöcken.
26.07.2021
Synthese unter Laserlicht
Eine Forschungsgruppe hat neue Methode zur Bildung von protoniertem Wasserstoff entdeckt. Mit starken Laserpulsen erzeugen Physiker des attoworld-Teams am Max-Planck-Instituts für Quantenoptik und der Ludwig-Maximilians-Universität München erstmals protonierten Wasserstoff an Nanooberflächen.
26.07.2021
Materiestraße im All lässt Galaxienhaufen wachsen
Vor einem halben Jahr meldeten Astronomen der Universität Bonn die Entdeckung eines extrem langen intergalaktischen Gasfadens mit dem Röntgenteleskop eROSITA.
26.07.2021
Kosmischer Treffpunkt für Galaxienhaufen
Was treibt Galaxien an, oder führt zu ganzen Ansammlungen von Galaxien – sogenannte Galaxienhaufen? Obwohl kosmologische Modelle und Simulationen diese Strukturen und die Rolle, die sie spielen könnten, vorausgesagt haben, ist die Bestätigung ihrer Existenz durch die Beobachtung mit dem Röntgen-Weltraumteleskop eROSITA ziemlich neu.
28.06.2021
Quantensimulation: Messung von Verschränkung vereinfacht
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem bisher kaum zugängliche Größen in Quantensystemen messbar gemacht werden können.
28.06.2021
Exotische Supraleiter: Das Geheimnis, das keines ist
Wie reproduzierbar sind Messungen in der Festkörperphysik? Ein Forschungsteam analysierte wichtige Messungen neu. Sie fanden heraus: Ein angeblich sensationeller Effekt existiert gar nicht.
28.06.2021
Paradoxe Wellen: Gefangene Lichtteilchen auf dem Sprung
Physikern ist es gelungen, ein neuartiges Verhalten von Lichtwellen zu beobachten, bei welchem Licht durch eine neue Art von Unordnung auf kleinste Raumbereiche begrenzt wird.
28.06.2021
Isolatoren bringen Quantenbits zum Schwitzen
Schwachleitende oder nichtleitende Materialien haben Innsbrucker Physiker als wichtige Quelle für Störungen in Ionenfallen-Quantencomputern identifiziert.
23.06.2021
Fürs Rechenzentrum: bisher kompaktester Quantencomputer
Quantencomputer waren bislang Einzelanfertigungen, die ganze Forschungslabore füllten.
17.06.2021
Helligkeitseinbruch von Beteigeuze
Als der helle, orangefarbene Stern Beteigeuze im Sternbild Orion Ende 2019 und Anfang 2020 merklich dunkler wurde, war die Astronomie-Gemeinschaft verblüfft.
17.06.2021
Das Elektronenkarussell
Die Photoemission ist eine Eigenschaft unter anderem von Metallen, die Elektronen aussenden, wenn sie mit Licht bestrahlt werden.
17.06.2021
Ultrakurze Verzögerung
Trifft Licht auf Materie geht das an deren Elektronen nicht spurlos vorüber.
17.06.2021
Entdeckung der größten Rotationsbewegung im Universum
D
13.06.2021
Die Taktgeber der Sonne
Nicht nur der prägnante 11-Jahres-Zyklus, auch alle weiteren periodischen Aktivitätsschwankungen der Sonne können durch Anziehungskräfte der Planeten getaktet sein.
13.06.2021
Wenn Schwarze Löcher den Weg für die Sternentstehung in Satellitengalaxien freimachen
Eine Kombination von systematischen Beobachtungen mit kosmologischen Simulationen hat gezeigt, dass Schwarze Löcher überraschenderweise bestimmten Galaxien helfen können, neue Sterne zu bilden.
13.06.2021
Flüssiges Wasser auf Monden sternenloser Planeten
Monde sternenloser Planeten können eine Atmosphäre haben und flüssiges Wasser speichern. Münchner Astrophysiker haben berechnet, dass die Wassermenge ausreicht, um Leben auf diesen wandernden Mond-Planeten-Systemen zu ermöglichen und zu erhalten.