Polsucher

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Polsucher im Amateurteleskop
Markierungen in einem Polsucher

Ein Polsucher ist eine Visiereinrichtung, welche zur Ausrichtung der parallaktischen Montierung eines Teleskops parallel zur Erdachse dient.

Anwendung

Im Innern des Polsuchers befindet sich zur genaueren Ausrichtung des Teleskops an Azimut und Polhöhe meistens eine geätzte Glasplatte mit verschiedenen Symbolen.

Mit Hilfe der Einstellkreise außen an der Montierung, die sich am Okularende des Polsuchers befinden, richtet man zuerst die Symbole so an Datum und Uhrzeit aus, dass sie mit den Gegebenheiten am Himmel übereinstimmen. Nun können über Azimut- und Polhöheneinstellung die Symbole des Polsuchers mit dem Stern bzw. den Sternen dahinter in Deckung gebracht werden. Das Teleskop ist anschließend für die direkte Beobachtung hinreichend genau justiert. Für Langzeitbelichtungen in der Astrofotografie ist jedoch eine noch genauere Justage erforderlich; das sogenannte Einscheinern.

Nordhalbkugel

Nördlich des Äquators wird der Polarstern angepeilt, der sich in der Nähe des Himmelspols befindet. Auf der Glasplatte ist dazu ein kleines Kreuz im Zentrum, ein Ring außenrum und ein kleiner Kreis an diesem Ring zu sehen. Befindet sich der Polarstern in dem kleinen Kreis, zeigt die Rektaszensionsachse des Teleskops auf den Himmelsnordpol.

Südhalbkugel

Auf der Südhalbkugel fehlt ein markanter Stern, wie der Polarstern auf der Nordhalbkugel. Jedoch ist auf manchen Polsuchern auch eine Einstellhilfe für die Südhalbkugel angebracht; es sind Markierungen für die hellsten Sterne des Sternbildes Oktant. Liegen alle Sterne innerhalb der Hilfskreise, zeigt das Kreuz in der Mitte des Polsuchers auf den Himmelssüdpol.