Margaret Murnane

Margaret M. Murnane (* 1959 in County Limerick, Irland) ist eine irisch-US-amerikanische Physikerin (Laserphysik, Atom- und Molekülphysik).

Murnane studierte ab 1977 Physik am University College in Cork in Irland und wurde 1989 an der University of California, Berkeley, promoviert. In ihrer Dissertation bei Roger Falcone, die 1990 den Simon Ramo Award der American Physical Society gewann, baute sie einen Laser mit ultrakurzen Pulsen von rund 100 Femtosekunden und erzeugte damit Röntgenpulse. Seit 1999 ist sie Professorin an der University of Colorado, wo sie mit ihrem Ehemann, dem Physiker Henry Kapteyn (der etwa zur selben Zeit wie sie in Berkeley promovierte und den sie 1988 heiratete), ein eigenes Labor im JILA[1]. Beide arbeiteten schon 1990 an der Washington State University in einem eigenen Labor zusammen und ab 1996 an der University of Michigan.

Murnane und Kapteyn gelang die Entwicklung von extrem kurzen Laserpulsen, Mitte der 1990er unter den 10 Femtosekunden Bereich und später bis in den Bereich von Zehntel Femtosekunden. Sie benutzten diese zur Untersuchung schneller Prozesse zum Beispiel in Molekülen. Sie fanden auch Methoden zur effizienten Erzeugung ultrakurzer Röntgenpulse aus der Wechselwirkung ultrakurzer Laserpulse mit Gasen. Dabei arbeiteten sie mit dem bulgarischen Theoretiker Ivan Christov (Universität Sofia) zusammen.

2000 war sie MacArthur Fellow. 2010 erhielt sie mit Henry Kapteyn den Arthur-L.-Schawlow-Preis für Laserphysik, 2012 den Willis-E.-Lamb-Preis und 1997 den Maria Goeppert Mayer Award der American Physical Society (APS), deren Fellow sie ist. 1991 erhielt sie den Presidential Young Investigator Award und 1992 war sie Sloan Fellow. 2003 war sie Richtmyer Memorial Lecturer der American Association of Physics Teachers und 2001 Loeb Lecturer in Harvard. 2010 erhielt sie den R. W. Wood Prize, für 2017 wurde ihr die Frederic Ives Medal zugesprochen.

Sie ist Mitglied der National Academy of Sciences (2004), der American Academy of Arts and Sciences (2006), der American Association for the Advancement of Science und der American Philosophical Society (2015).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Abkürzung steht für den alten Namen Joint Institute for Laboratory Astrophysics. Das Institut wird von der University of Colorado und dem National Institute of Standards and Technology getragen. Am JILA sind unter anderem Eric Cornell ,John Lewis Hall, Deborah Jin.