Eiswindkanal

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Eiswindkanal der Baltic Windtunnel GmbH

Der Eiswindkanal war Grundlage für die Erfindung der Schneekanone. Das Grundprinzip wurde Ende der 1940er Jahre durch Zufall in Kanada entdeckt, als ein Forscherteam, unter der Leitung des Kanadiers Raymond T. Ringer, bei tiefen Temperaturen Wasser in einen Windkanal sprühte, um die Vereisung von Düsentriebwerken zu untersuchen, dabei aber unerwünschter Schnee entstand.

Aufbau

Alle Teile des Windkanals müssen auf die gewünschten tiefen Temperaturen angepasst werden. Dabei besteht die Außenhaut aus Edelstahl beziehungsweise verzinktem Stahl, Siebe und Waben müssen ebenfalls den Temperaturvorgaben entsprechen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sensorik, die Drucksonden zur Bestimmung und Regelung der Windgeschwindigkeit müssen temperaturkompensiert sein.

Zwei Mögliche Bauarten sind bei Eiswindkanälen bekannt.

Göttinger Bauart
Hierbei ist die Kühlung im geschlossenen Kreislauf des Windkanals integriert.
Vorteile: Aufstellung des Windkanals in normalen Laborräumen; Erreichen hoher Windgeschwindigkeiten.
Nachteile: Eis muss aus dem Windkanal abgeführt werden; Durch gelöste Eisbrocken kann die Kühlung beschädigt werden.
Eiffel-Windkanal
Hierbei wird der gesamte Eiffel-Windkanal in einer Kühlkammer betrieben.
Vorteile: Einfaches Abtauen durch Entnehmen aus der Kühlkammer; Trennung von Kühlrippen und Windkanal.
Nachteile: Höherer Energieeinsatz zur Erreichung hoher Geschwindigkeit.

Einsatzgebiete

Untersuchung der Vereisung von:

Literatur

  • Rae, William H.; Pope, Alan: Low-Speed Wind Tunnel Testing. Second Edition A Wiley Interscience publication.