Edgar Buckingham

Edgar Buckingham

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Edgar Buckingham, von Pach Brothers (1886).

Edgar Buckingham (* 8. Juli 1867 in Philadelphia; † 29. April 1940 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Physiker und Bodenmechaniker.

Werk

Sein Physikstudium schloss Buckingham 1887 an der Harvard-Universität ab. Er studierte außerdem in Straßburg und Leipzig bei Wilhelm Ostwald und wurde 1893 an der Universität Leipzig zum Doktor der Philosophie promoviert.

Er arbeitete von 1902 bis 1906 im US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture oder USDA) als Bodenmechaniker und von 1907 bis 1937 an der nationalen US-Normenbehörde NBS (jetzt National Institute of Standards and Technology oder NIST). Seine Tätigkeitsfelder umfassten Bodenphysik, Gaseigenschaften, Akustik, Fluidmechanik und Wärmestrahlung. Er ist auch der Begründer des Pi-Theorems auf dem Gebiet der Dimensionsanalyse.

Buckingham beschäftigte sich zuerst mit der Bodenlüftung, besonders dem Verlust des Kohlendioxyds und seiner folgenden Wiederaufnahme durch Sauerstoff. Ergebnis seiner Experimente war, dass die Diffusion nicht wesentlich von der Bodenstruktur und von der Dichte oder vom Wassergehalt des Bodens abhängt. Mit einer empirischen Formel, die auf seinen Daten basierte, war Buckingham in der Lage, die Diffusionskonstante als Funktion des Luftinhalts anzugeben. Seine Erforschung des Gastransportes ergab, dass der Austausch der Gase in der Bodenlüftung auf Diffusion beruht und von den Veränderungen des atmosphärischen Drucks unabhängig ist.

Buckinghams Arbeit Studies on the movement of soil moisture wurde über das USDA im Jahre 1907 veröffentlicht. Dieses Dokument enthält drei Abschnitte. Der erste befasst sich mit der Verdampfung des Wassers unterhalb einer Bodenschicht. Buckingham fand heraus, dass der Boden je nach Beschaffenheit die Verdampfung stark hemmen kann, besonders in den Kapillaren der obersten Schichten. Der zweite Abschnitt betrachtet die Austrocknung des Bodens unter trockeneren und feuchten Bedingungen. Der dritte Abschnitt enthält wesentliche Zusammenhänge über die Kapillartätigkeit. Buckingham erkannte zunächst die Bedeutung der Adhäsionskräfte zwischen Boden und Wasser. Diese Zusammenhänge kamen später als relative Permeabilität in der Erdöltechnik zur Anwendung.

1927 wurde er Fellow der American Physical Society.[1]

Leben

  • 1893 Lehrtätigkeit über anorganische Chemie und Physik an der Hochschule Bryn Mawr
  • 1897–1899 Verfassen eines Thermodynamik-Lehrbuchs
  • 1901 Heirat mit Elizabeth Holsteiner in Texas
  • 1901 Lehrtätigkeit in Physik an der Universität von Wisconsin
  • 1902–1906 Tätigkeit an der USDA-Behörde des Bodens, indem er zwei Veröffentlichungen über die Dynamik des Gases und des Wassers im Boden schrieb.
  • 1907 Arbeit an der nationalen Normenbehörde (NBS)
  • 1923 Status als erster unabhängiger NBS-Forscher (freigestellt von allen administrativen Aufgaben)
  • 1937 Nach dem offiziellen Ausscheiden aus dem NBS im Alter von 70 Jahren setzte er seine Forschungen dennoch fort.

Literatur

  • J.R. Nimmo, E.R. Landa: The soil physics contributions of Edgar Buckingham. In: Soil Science Society of America Journal. Band 69, Nr. 2, 2005, S. 328–342.

Einzelnachweise

  1. APS Fellow Archive. American Physical Society, abgerufen am 26. November 2015 (englisch).

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


13.06.2021
Die Taktgeber der Sonne
Nicht nur der prägnante 11-Jahres-Zyklus, auch alle weiteren periodischen Aktivitätsschwankungen der Sonne können durch Anziehungskräfte der Planeten getaktet sein.
13.06.2021
Wenn Schwarze Löcher den Weg für die Sternentstehung in Satellitengalaxien freimachen
Eine Kombination von systematischen Beobachtungen mit kosmologischen Simulationen hat gezeigt, dass Schwarze Löcher überraschenderweise bestimmten Galaxien helfen können, neue Sterne zu bilden.
13.06.2021
Flüssiges Wasser auf Monden sternenloser Planeten
Monde sternenloser Planeten können eine Atmosphäre haben und flüssiges Wasser speichern. Münchner Astrophysiker haben berechnet, dass die Wassermenge ausreicht, um Leben auf diesen wandernden Mond-Planeten-Systemen zu ermöglichen und zu erhalten.
13.06.2021
Solar Orbiter: Neues vom ungewöhnlichen Magnetfeld der Venus
Solar Orbiter ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der NASA, die bahnbrechende neue Erkenntnisse über die Sonne liefern wird.
13.06.2021
Quantenbits aus Löchern
Wissenschafter haben ein neues und vielversprechendes Qubit gefunden – an einem Ort, an dem es nichts gibt.
07.06.2021
Gammablitz aus der kosmischen Nachbarschaft
Die hellsten Explosionen des Universums sind möglicherweise stärkere Teilchenbeschleuniger als gedacht: Das zeigt eine außergewöhnlich detaillierte Beobachtung eines solchen kosmischen Gammastrahlungsblitzes.
31.05.2021
Verblüffendes Quantenexperiment wirft Fragen auf
Quantensysteme gelten als äußerst fragil: Schon kleinste Wechselwirkungen mit der Umgebung können zur Folge haben, dass die empfindlichen Quanteneffekte verloren gehen.
31.05.2021
Symmetrie befördert Auslöschung
Physiker aus Innsbruck zeigen in einem aktuellen Experiment, dass auch die Interferenz von nur teilweise ununterscheidbaren Quantenteilchen zu einer Auslöschung führen kann.
31.05.2021
Wie Wasser auf Eisplaneten den felsigen Untergrund auslaugt
Laborexperimente erlauben Einblicke in die Prozesse unter den extremen Druck- und Temperatur-Bedingungen ferner Welten. Fragestellung: Was passiert unter der Oberfläche von Eisplaneten?
31.05.2021
Neues Quantenmaterial entdeckt
Auf eine überraschende Form von „Quantenkritikalität“ stieß ein Forschungsteam der TU Wien gemeinsam mit US-Forschungsinstituten. Das könnte zu einem Design-Konzept für neue Materialien führen.
27.05.2021
Wenden bei Höchstgeschwindigkeit
Physiker:innen beobachten neuartige Lichtemission. und zwar wenn Elektronen in topologischen Isolatoren ihre Bewegungsrichtung abrupt umdrehen.
27.05.2021
Mit Klang die Geschichte der frühen Milchstraße erkunden
Einem Team von Astronominnen und Astronomen ist es gelungen, einige der ältesten Sterne in unserer Galaxie mit noch nie dagewesener Präzision zu datieren.
11.05.2021
Teleskop zur Erforschung von Objekten höchster Dichte im Universum
Eine internationale Gruppe von Astronomen hat erste Ergebnisse eines groß angelegten Programms vorgestellt, bei dem Beobachtungen mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop dazu verwendet werden, die Theorien von Einstein mit noch nie dagewesener Genauigkeit zu testen.
11.05.2021
Quantencomputing einfach erklärt
„Quantencomputing kompakt“ lautet der Titel eines aktuellen Buchs, das Bettina Just veröffentlicht hat. Die Mathematikerin und Informatikerin, die an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) lehrt und forscht, behandelt darin ein Teilgebiet der Informationstechnik mit großem Entwicklungspotenzial.
11.05.2021
Auf dem Weg zum kleinstmöglichen Laser
Bei extrem niedrigen Temperaturen verhält sich Materie oft anders als gewohnt.
07.05.2021
Die Entdeckung von acht neuen Millisekunden-Pulsaren
Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop acht Millisekunden-Pulsare entdeckt, die sich in Kugelsternhaufen mit hoher Sterndichte befinden.
04.05.2021
Handfeste Hinweise auf neue Physik
Das Fermilab (USA) hat heute erste Daten aus dem Myon g-2 Experiment veröffentlicht, welche die Messwerte des gleichnamigen, 2001 durchgeführten Experiments am Brookhaven National Laboratory bestätigen.
04.05.2021
Neuer Exoplanet um jungen sonnenähnlichen Stern entdeckt
Astronomen aus den Niederlanden, Belgien, Chile, den USA und Deutschland bilden neu entdeckten Exoplaneten „YSES 2b“ direkt neben seinem Mutterstern ab.
07.04.2021
Myon g-2: Kleines Teilchen mit großer Wirkung
Das Myon g-2-Experiment des Fermilab in den USA steht vor einem Sensationsmoment, der die Geschichte der Teilchenphysik neu schreiben könnte. Und vielleicht sogar Hinweise auf noch unbekannte Teilchen im Universum gibt.
02.04.2021
Zwei merkwürdige Planeten
Uranus und Neptun habe beide ein völlig schiefes Magnetfeld.
02.04.2021
Der erste interstellare Komet könnte der ursprünglichste sein, der je gefunden wurde
Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) deuten darauf hin, dass der abtrünnige Komet 2I/Borisov einer der ursprünglichsten ist, die je beobachtet wurden.
02.04.2021
Erstmals Atominterferometer im Weltraum demonstriert
Atominterferometer erlauben hochpräzise Messungen, indem sie den Wellencharakter von Atomen nutzen. Sie werden zum Beispiel für die Vermessung des Schwerefelds der Erde eingesetzt oder um Gravitationswellen aufzuspüren. Weitere Raketenmissionen sollen folgen.
02.04.2021
Sendungsverfolgung für eine Quantenpost
Quantenkommunikation ist abhörsicher, aber bislang nicht besonders effizient.
25.03.2021
Astronomen bilden Magnetfelder am Rand des Schwarzen Lochs von M 87 ab
Ein neuer Blick auf das massereiche Objekt im Zentrum der Galaxie M 87 zeigt das Erscheinungsbild in polarisierter Radiostrahlung.
24.03.2021
Die frühesten Strukturen des Universums
Das extrem junge Universum kann nicht direkt beobachtet werden, lässt sich aber mithilfe mathematischer Theorien rekonstruieren.