Berger-Effekt

Berger-Effekt

Der Berger-Effekt (benannt nach dem Psychiater und Neurologen Hans Berger; auch visuelle Blockade genannt)[1] bezeichnet die Blockade der α- und deren Ersatz durch β-Wellen im Elektroenzephalogramm (EEG), wenn der Proband aus entspanntem Wachzustand mit geschlossenen Augen diese öffnet.[2]

Der α-Rhythmus liegt also beim gesunden, wachen Erwachsenen vor, wenn er entspannt ist und die Augen geschlossen hat. Die Frequenz liegt bei 8–13 Hz und die Signalamplitude ist über den okzipitalen Hirnregionen am größten. Da es sich bei dieser Frequenz um eine Art Grundrhythmus des Thalamus im Wachzustand handelt und die Großhirnrinde (Cortex) sozusagen nur „mitschwingt“, spricht man auch von einer synchronisierten Elektroenzephalografie.[3]

Einzelnachweise

  1. Günter Krämer: Epilepsie von A–Z. Medizinische Fachwörter verstehen. TRIAS, Stuttgart 2005, ISBN 3-8304-3229-1, S. 115 ff., 405 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Manfred Stöhr, Regina Kraus: Einführung in die klinische Neurophysiologie. EMG, EEG, evozierte Potenziale . mit 17 Tabellen. Springer, Berlin 2002, ISBN 3-7985-1321-X, S. 60 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Jens Huppelsberg, Kerstin Walter: Kurzlehrbuch Physiologie. Georg Thieme, Stuttgart/New York, ISBN 3-13-136432-7.


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