Alexei Wassiljewitsch Schubnikow

Alexei Wassiljewitsch Schubnikow (russisch Алексей Васильевич Шубников; * 29. März 1887 in Moskau; † 27. April 1970) war ein russischer Kristallograph und Mathematiker.

Schubnikow war Gründer und erster Direktor des Instituts für Kristallographie (nach seinem Tod nach ihm benannt) der Akademie der Wissenschaften in Moskau.

Er ist bekannt für seine Untersuchung in den 1950er Jahren über die nach ihm benannten Shubnikov-Gruppen mit vielen Anwendungen in der Kristallographie und Festkörperphysik, vor allem in den Bereichen des Magnetismus und der Ferroelektrizität.[1]

Diese Gruppen wurden schon 1929 von Heinrich Heesch eingeführt und werden deshalb heute auch Heesch-Shubnikov-Gruppen genannt.[2]

Schubnikow war Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften und Mitbegründer der International Union of Crystallography IUCr.

Schriften

  • Kristalle in der Wissenschaft und Technik. 1958.
  • mit Vladimir A. Koptsik: Symmetry in Science and Art. Plenum Press, New York 1974. (Original russisch bei Nauka, Moskau 1972.)

Einzelnachweise

  1. N. V. Belov, B. K. Vainshtein: Obituary. Alexey Vasilyevich Shubnikov 1887–1970, Journal of Applied Crystallography 3, Dezember 1970, S. 551–552, doi:10.1107/S002188987000691X (englisch; Nachruf; mit Bild)
  2. Johann Jakob Burckhardt: Die Symmetrie der Kristalle, Birkhäuser, 1988, S. 154, nennt sie Schwarz-Weiß-Gruppen und weist darauf hin, dass er selbst sich 1934 damit befasste und in der russischen Schule zuerst A. M. Zamorzaev