Alex Grossmann

Alexander „Alex“ Grossmann, auch Alexandre Grossman, (* 5. August 1930 in Zagreb[1][2]) ist ein jugoslawisch-französischer Physiker, der Anfang der 1980er Jahre mit Jean Morlet ein Pionier der Wavelets war, speziell der Wavelet-Transformation (CWT).

Leben

Er verließ 1955 Jugoslawien, wo er am Ruđer Bošković Institut war, und studierte theoretische Physik an der Harvard University. Er war seit den 1960er Jahren theoretischer Physiker am Centre de Physique Théorique des CNRS und der Universität des Mittelmeeres Aix-Marseille II in Luminy. In den 1970er Jahren arbeitete er dort mehrfach mit Ingrid Daubechies zusammen, die an ihrer Doktorarbeit an der Freien Universität Brüssel schrieb. Morlet wandte sich an Grossmann (auf Empfehlung seines früheren Studienkollegen Roger Balian), um eine mathematische Basis für die von ihm empirisch gefundene Möglichkeit der Entwicklung und Rekonstruktionen von Signalen mit Wavelets zu erhalten.

Daneben befasste er sich mit vielen Gebieten der Physik, von der Festkörperphysik und Signalverarbeitung bis zur Gravitation.

1997 erhielt er den ersten Prix Special der französischen physikalischen Gesellschaft.[3]

Literatur

Schriften

  • Herausgeber mit J. M. Combes, Ph. Tchamitchian: Wavelets, Springer Verlag 1990.
  • mit P. Goupillaud, J. Morlet: Cycle-Octave and Related Transforms in Seismic Signal Analysis, Geoexploration, Band 23, 1984, S. 85-102 (Wavelet Transformation).
  • mit J. Morlet: Decomposition of Hardy functions into square integrable wavelets of constant shape, SIAM J. Math. Analysis, Band 15, 1984, S. 723-276.
  • mit J. Morlet, T. Paul: Transforms associated to square integrable group representations, 2 Teile, J. Math. Phys., Band 26, 1985, S. 2473–2479, Ann. Inst. Henri Poincaré, Band 45, 1986, S. 293-309.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Geburtsort und Studienort nach Jacques Hymans Achieving nuclear ambitions: Scientists, Politicians and Proliferation, Cambridge University Press 2012, S. 186, er interviewte Grossmann
  2. Geburtsdatum nach VIAF
  3. Preisträger der SFP